Marina
Zu empfehlen ist auch ein kurzer Ausflug – per Rad oder per Pedes − in das etwa zwei Kilometer entfernte Tarnewitz und dort in die erst im Frühjahr 2008 eingeweihte Marina. Neben exklusiven Hotelanlagen und Restaurants wurden hier an der „Weißen Wiek“ ein sehenswerter Yachthafen mit 290 Liegeplätzen und ein nostalgisch anmutender Fischereihafen angelegt. Frühaufsteher können gegen 9 Uhr frisch gefangenen Fisch direkt vom Kutter kaufen. Mit einigermaßen Fantasie hat man den Eindruck als befände man sich in einer modernen Hotelanlage am Mittelmeer.
Dabei kann diese Halbinsel (die Tarnewitzer Huk) durchaus auf keine romantische Geschichte zurückblicken. Sie wurde in den 30er Jahren künstlich in der Ostsee aufgeschüttet und diente der Nazi-Luftwaffe als Stützpunkt mit Labors und Schießplätzen, Hangars und geheimnisvollen Flugzeugwaffen. Die damals für die Bevölkerung gesperrte Halbinsel galt seitdem als todbringendes Territorium, das nach 1945 auch von der „Grenzbrigade Küste“ des DDR-Regimes weiterhin militärisch genutzt wurde. Wer aufmerksam an den Zäunen des weitläufigen Geländes entlang wandert, kann noch immer Spuren dieser Zeit entdecken.


